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DIE STADT DUCHCOV

Adresse: Duchcov
Platz: Duchcov
GPS-Koordinaten: 50.603765, 13.746208
Bereich: Duchcov

Duchcov, eine Stadt mit neuntausend Einwohnern, die am Fuße des Erzgebirges 8 km westlich von Teplice liegt, bietet ihren Besuchern eine Reihe von historischen, kulturellen, technischen und natürlichen Attraktionen. Das Erzgebirge, das hier eine Höhe von über 850 m erreicht, bildet im Nordwesten eine massive Wand, die hier aus der Ebene steil hinaufragt. Auf der entfernten und malerischen gegenüberliegenden Seite, bilden die Kegel der erloschenen Vulkane des Böhmischen Mittelgebirges den Horizont. Die Stadt selbst scheint in Grün eingebettet zu sein, das die Natur und der Mensch selbst gebildet haben.

Die Geschichte von Duchcov reicht bis zum Ende des 12. Jahrhunderts zurück, die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1240. Damals hieß die Stadt noch „Tockczaw“, später ändert sich der Name in Duchczow und die deutsche Version Dux. 1460 verlieh der böhmische König Jiří von Poděbrady der Stadt das Stadtwappen und das Stadtsiegel. Die Zugehörigkeit der Stadt zur böhmischen Krone belegt im Wappen der zweischwänzige Löwe auf einem Schild mit drei roten und zwei schwarzen Längsstreifen. Im 15. Jahrhundert bestätigte der böhmische König Vladislav Jagiellonský die Privilegien der Stadt.

Der Dreißigjährige Krieg verwüstete die Stadt mehrmals, er sorgte jedoch auch dafür, dass sich die Familie Waldstein (Valdštejn) in der Stadt ansiedelte und ihre weitere Entwicklung lange beeinflusste. Die Familie Valdštejn trug zur großen Bauentwicklung der Stadt, zu Umbauten und zu weiteren baulichen Veränderungen des hiesigen Schlosses bei, einschließlich des Schlossgartens, sie initiierte die ersten Experimente mit dem Braunkohleabbau und dergleichen. 1785 brachte Josef Emanuel von Valdštejn den berühmten Philosophen, Weltreisenden und Abenteurer Giacomo Casanova auf das Schloss. Er verbrachte dreizehn Jahre seines Lebens als Schlossbibliothekar und starb hier 1798. Es ist erwähnenswert, dass er in dieser Zeit die meisten seiner literarischen Werke verfasste, darunter die weltberühmten Memoiren. 


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Duchcov durch den Bau neuer Eisenbahnstrecken zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Dies initiierte die rasche Entwicklung des Braunkohlebergbaus in der Umgebung der Stadt und in der Folge die Entwicklung der Industrie, die die daraus gewonnene Energie nutzte. Gegründet wurden hier mehrere Ziegeleien, eine Gießerei, eine Keramikfabrik und später eine Glasfabrik.

Der Boom im Kohlebergbau verursachte eine weitere Entwicklung in der Stadt, die Tausende neuer Einwohner anzog, viele neue Häuser wurden gebaut. Es ist paradox, dass der Kohlebergbau Mitte des 20. Jahrhunderts der Stadt fast zum Verhängnis wurde. Die Stadt sollte weitgehend abgerissen und die in unmittelbarer Nähe und darunter liegenden Kohlevorkommen abgebaut werden. Dies geschah nicht, die Stadt wurde verschont und mit ihr auch die historischen Denkmäler der Stadt. Vor allem das Barockschloss, das bereits im Zusammenhang mit der Adelsfamilie Valdštejn und Casanova erwähnt wurde. Heute beherbergt es eine Ausstellung von Stilmöbeln des Museums für Kunst und Industrie, Werke des böhmischen Barocks aus den Sammlungen der Nationalgalerie und vor allem eine Ausstellung zu Giacomo Casanova. Die Räumlichkeiten des Schlosses stehen auch Verlobten zur Verfügung, die hier feierlich ihre Ehe schließen können. Der Schlossgarten, der in den 1950er Jahren teilweise vom Kohlebergbau betroffen war, wird allmählich wieder zu einem Park im englischen Stil. Das ursprünglich an seinem westlichen Rand stehende barocke Krankenhaus ist jedoch nur noch als Modell im Schloss zu finden. Andererseits ist das Fresko von Wenzel Lorenz Reiner (Václav Vavřinec Reiner) aus der Kapelle dieses Krankenhauses in seiner ursprünglichen Größe in der Kuppel des Pavillons zu sehen, der zu diesem Zweck im Schlossgarten errichtet wurde.

Den Garten und Hof des Schlosses schmücken Skulpturen aus der Werkstatt von Matthias Bernhard Braun (Matyáš Braun). Zu den Schlossgebäuden gesellt sich die Kirche Mariä Verkündigung aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. 
Auch sie hat eine bewegte Geschichte, da sie am 10. Mai 1945 niedergebrannt wurde und die Werke von Reiner und Braun, die diese Kirche schmückten, unwiederbringlich verloren gingen. Nach kleinen und unvollständigen Reparaturen wartet sie heute auf eine vollständige Rekonstruktion. Den an diese Gebäude angrenzende Platz schmückt die Säule der Heiligen Dreifaltigkeit und der Brunnen mit einer Statue des Hl. Florian. Nicht weit von hier finden wir die Kapelle St. Barbara mit dem Grabstein von Giacomo Casanova, der hier begraben ist sowie die evangelischen Kirche im Jugendstil. Das gesamte Zentrum der Stadt wurde zum Kulturerbe erklärt und die Stadtverwaltung bemüht sich, alle Gebäude schrittweise wiederherzustellen.

Die Natur, die Duchcov umgibt, schließt sich ungezwungen an das städtische Grün und die Wasserflächen im Inneren der Stadt an und lädt so zu Spaziergängen oder Radtouren ein. Am Stadtrand finden Sie ein Schwimmbecken mit ständig fließendem Wasser, das aus Rissen im Teplicer Porphyr tief unter der Oberfläche gefördert wird, sowie weitere Möglichkeiten zum Schwimmen in natürlichen Wasserreservoirs. In den fischreichen Gewässern rund um Duchcov gibt es viele Möglichkeiten für Angler, diesen Sport auszuüben.

Die in der Stadt angesiedelten Sportvereine ermöglichen es Ihnen, Tennis, Volleyball, Fußball, Kegeln, Leichtathletik und weitere Sportarten zu treiben. Im Winter bieten die erzgebirgischen Skigebiete im nahe gelegenen Mikulov und Nové Město, die von Duchcov aus mit öffentlichen oder individuellen Verkehrsmitteln erreichbar sind, sowohl klassisches Skilaufen als auch Abfahrt an. Eine Reihe von Pensionen und Unterkünften in Duchcov heißen Sie willkommen und werden Sie beherbergen und bewirten.

 

 

DR

 

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