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LICHTENWALD

Adresse: Český Jiřetín 91, 436 01 Český Jiřetín
Platz: Zámeček Lichtenwald
GPS-Koordinaten: 50.686023, 13.559003
Bereich: Český Jiřetín

 

LICHTENWALD

 

Lichtenwald (im Volksmund auch Zámeček genannt)

ist ein spätbarockes Schlösschen, das seit 1958 in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen wurde. Es befindet sich auf dem Hügel Bradáčov (876 m über dem Meeresspiegel), etwa 2 km westlich von Fláje, 3 km südlich von Český Jiřetín. Das Schloss bilden Gebäude, die um einen ovalen Innenhof angeordnet sind. Zum Schloss führt eine 1,5 km lange Allee, die von der Straße Klíny - Fláje abzweigt.

Das Jagdschloss wurde in den Jahren 1761-1767 vom damaligen Besitzer der Wallensteiner Herschaft Horní Litvínov-Duchcov, Graf Emanuel Filibert aus Valdštejn, erbaut. Der Bau wurde geleitet von J. M. Rittig, einem Baumeister aus Bílina. Der Bau selbst dauerte ziemlich lange, da die Wetterbedingungen den Bau verzögerten. Die einzelnen Gebäude sind um einen ovalen Innenhof angeordnet. Das Hauptgebäude des Schlosses hat einen rechteckigen Grundriss, ist mehrstöckig mit einem Mansardendach. Im Kreis angeordnet stehen dann ein Forsthaus, ein Portierhaus, Ställe und ein Kutschenschuppen. Zum Areal gelangt man durch ein Säulentor.

Der Name des Schlosses setzt sich aus den Namen zweier Adelsgeschlechte zusammen: der Liechtensteins und der Wallensteins. Graf Wallenstein schenkte das Schloss seiner Frau Maria Anna von Liechtenstein als Hochzeitsgeschenk, der Name Lichtenwald sollte symbolisch für die Vereinigung der beiden Familien stehen.

Zu Ehren des verstorbenen Verteidigungsministers aus Zeiten der Ersten Tschechischen Republik Herrn Bohumír Bradáč, der den Aufenthalt hier sehr genoss, wurde das Schloss 1935 in Bradáčov umbenannt.

Das Schlösschen wurde für die Hirsch-, Auerhahn- und sonstige Wildjagd genutzt, später wurde es ein Forsthaus und eine Art Jagdschloss; diesem Zweck diente das Gebäude immer. Zur Schlösschen gehörte der heutige Wildpark Flájská, in dem Hirsche gezüchtet werden sollten.

Im 20. Jahrhundert wurden am Gebäude nur kleine Änderungen vorgenommen. 1945 wurde das Schloss konfisziert und ging an den Staat in die Verwaltung des Forstbetriebes Litvínov über. Durch mangelnde Pflege verschlechterte sich sein Zustand. 1963 wurde der umfassende Umbau abgeschlossen, es wurden neue Trennwände und elektrische Installation eingefügt, Rohrleitungen und Abwasserleitungen installiert. Das ursprüngliche Schindeldach wurde durch Blech ersetzt. 1965 wurde die bisherige Wohnung des Försters im Schloss zu Gästezimmern für Staatsgäste umgebaut, die hier während der Staatsjagd nächtigten. 1986 wurde das Schloss vermessen, in Bauzeichnungen dokumentiert und sollte rekonstruiert werden. Gleichzeitig plante man eine detaillierte baugeschichtliche Untersuchung. Zum Wiederaufbau kam es jedoch nicht.

Das Schloss, aus dem im Laufe der Zeit die ursprüngliche Ausstattung verschwand, verfiel allmählich, und das Holz wurde mit Hausschwamm befallen. In diesem Zustand wurde es an einen privaten Eigentümer verkauft.

Das Schlösschen gehört nun einer Privatperson, daher sind die Innenräume und der Innenhof nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle: Wikipedia

Fotoautor: Oldřich Mráz

 

 

P.P.

 

Landkarte